Profile
Elena Sokratous
Artistic Director
Elena Sokratous ist eine zyprische Theaterregisseurin, künstlerische Leiterin des Greek Theater Festival Berlin und Gründerin des Berliner Vereins áRtakti e.V.. Seit 2009 hat sie mehr als 35 Inszenierungen in Deutschland, Zypern und Griechenland verwirklicht. Ihre Stücke wurden auf internationalen Festivals und europäischen Plattformen präsentiert. Sie gründete die Theatergruppen ek-drasis (Limassol, 2009) und ithAKT (Berlin, 2012), darüber hinaus fungierte sich auch als Mitbegründerin der Theatergruppe Koulou|Makka (Limassol, 2022). Sie arbeitete unter anderem mit dem Nationaltheater Nordgriechenlands und der Cyprus Theatre Organisation (THOC) zusammen. Ihre THOC-Inszenierung von Zoe Apostolidous “FAT”, die im Rahmen des Programms Young Europe IV der European Theatre Convention entstand, wurde 2024 auf der ETC International Theatre Conference in Nova Gorica präsentiert.
Ihre künstlerische Praxis ist im politischen Theater verwurzelt und setzt sich schwerpunktmäßig mit der Selbstbestimmung von Frauen, sozialer Gerechtigkeit, den Stimmen von Minderheiten, gesellschaftlich benachteiligten Gruppen, vielfältigen Körperlichkeiten sowie der Barrierefreiheit in den darstellenden Künsten auseinander. Sie entwickelt Arbeiten, in denen Theater zu einem Raum der Begegnung, Reflexion und Transformation wird. Dabei hinterfragt sie dominante Narrative und bringt Körper und Geschichten auf die Bühne, die lange Zeit unsichtbar und ungehört geblieben sind. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Forschung stehen inklusive Praktiken, die grundlegende Fragen aufwerfen: Wer wird repräsentiert? Wer kann teilhaben? – und wessen Stimmen prägen das zeitgenössische Theater?
Neben ihrer Regietätigkeit arbeitet Elena Sokratous als Theaterpädagogin und Kulturvermittlerin. Seit 2015 ist sie in Zusammenarbeit mit ASSITEJ Deutschland tätig und konzipiert und realisiert theaterpädagogische Programme für Kinder, Jugendliche und unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen im Rahmen der Bundesinitiative „Kultur macht stark“ (BMBF, heute BMBFSFJ). Ihre Arbeit verbindet künstlerischen Anspruch mit gesellschaftlicher Verantwortung und schlägt Brücken zwischen Theater, Bildung, Partizipation und Inklusion.